Parkfest 2009


Sechs Tage lang sind die Mitglieder und Helfer des Sportvereins Grün-Weiß, des Gesangvereins Frohsinn, der Freiwilligen Feuerwehr und des Angelsportvereins praktisch rund um die Uhr gefordert, um dieses Event reibungslos über die Bühne zu bekommen. Da ist es umso ärgerlicher, wenn das Wetter nicht mitspielt, schließlich entfaltet sich der ganze Reiz des Parkfestes erst, wenn sich die Besucher im Schein von 1000 bunten Lichtern ihren gemütlichen Platz zum Plausch unter freiem Himmel oder unter den ausladenden Bäumen suchen können.

 


Bei der elften Auflage war der Wettergott den Lörzenbachern nicht besonders wohl gesonnen. Auch die vielen Stoßgebete gen Himmel halfen am Freitagabend nichts, denn dieser hatte seine Schleusen geöffnet und ließ es kräftig auf den kleinen Park regnen. "Das kostete uns gewiss einige hundert Gäste", schätzte SV-Vorsitzender Dieter Jünger - ganz abgesehen von der zusätzlichen Arbeit, die die Helfer angesichts des sich aufweichenden Bodens zu verrichten hatten.
Dass dennoch gut 500 vorwiegend junge Besucher den Weg in den "Süßen Garten" fanden, dokumentierte den Stellenwert, den das Parkfest inzwischen in der Region einnimmt. Diese erlebten beim "Rock im Park" eine mitreißende Party, denn die Cover-Band "Neumond" wartete mit einem fetzigen Programm auf. Von Beginn an suchten die Musiker den Kontakt zum Publikum, das sich von den perfekt inszenierten Cover-Hits zum Abrocken animieren ließ. So hatte die Band aus Franken auch keine Chance, ohne eine ausgiebige Zugabe ihr Gastspiel abzuschließen. Und hier kamen dann auch noch einmal die Fans "harter musikalischer Bretter" so richtig auf ihre Kosten.


Walburgas schützende Hände


Als sich die Regenfälle auch am Samstagmorgen fortsetzten, hatte Ortsvorsteher Klaus Dörsam die rettende Idee. Das kleine Boot am Eingang der Cocktail-Bar wurde kurzerhand von "Elvira" in "Walburga" umgetauft und prompt hielt die Odenwälder Heilige ihre schützende Hand über das Parkfest. So blieb es am Samstag ab Mittag trocken und am Abend nach dem Festkommers der Feuerwehr strömten die Besucher in den "Süßen Garten". Am Mittag hatten zuvor der Frohsinn-Kinderchor und Jazztänzerinnen des TV Fürth unterhalten. Während im Festzelt die "Beat G's" mit aktuellen Hits aus den Rock- und Pop-Charts dafür sorgten, dass die Tanzfläche durchweg dicht belegt war, genossen viele weitere Besucher die Open-Air-Atmosphäre im Park, klönten ausgiebig am Bier- oder Weinstand oder ließen sich in der Cocktail-Bar mit karibischen Spezialitäten verwöhnen. Hoch her ging es wie gewohnt bis in die tiefe Nacht hinein in der Bar, dem Zentrum der guten Laune. Aufsehen erregte zudem ein großes Feuerwerk, das die Ortsvereine erstmals präsentierten.
Auch am Sonntagmorgen sahen sich die Parkfest-Verantwortlichen mit Regen konfrontiert, sodass sich der musikalische Frühschoppen mit der Original Odenwälder Trachtenkapelle aus Linnenbach komplett ins Festzelt verlagerte. Dort hatten die Helfer zum Mittagessen alle Hände voll zu tun, um der großen Nachfrage nach Schnitzeln in allen Variationen und nach Gegrilltem Herr werden zu können.


Nach dem Feuerwehrumzug sorgte der Fürther Spielmannszug mit flotten Rhythmen im Festzelt für Stimmung. Während dessen herrschte an der Kuchentheke großer Andrang, von den über 60 Kuchen und Torten blieb kaum etwas übrig. Angesichts des Wetters wurde der Kindernachmittag dann kurzerhand von der Wiese in die Bar verlegt. Die kleinen Gäste mussten hier einen Parcours mit verschiedensten Aufgaben und Spielen absolvieren, was dann auf einem Führerschein dokumentiert wurde.


Schließlich schaffte es die Sonne doch noch, sich durch die Wolken zu kämpfen, und so konnte am Nachmittag die große Luftkissen-Hüpfburg in Beschlag genommen werden. So erlebten die Besucher dann doch noch einen dieser schönen lauen Sommerabende im "Süßen Garten". Dass dort noch einmal bis in die Abendstunden hinein kräftig das Tanzbein geschwungen wurde, dafür zeichnete sich die Fürther Kultband "Les Figaros" verantwortlich. Mit zum Teil topaktuellen Titeln wie Lady Gagas "Pokerface" bescherten die Metzgers-Brüder und ihre Sängerin Hilde Sommer dem elften Parkfest einen stimmungsvollen Ausklang.
"An allen drei Tagen Regen hatten wir noch nie, von daher müssen wir mit dem Zuspruch zufrieden sein", war sich Dieter Jünger angesichts des schlechten Wetters mit seinen Vorsitzenden-Kollegen Klaus Emig vom Gesangverein, Erich Rudolph von der Feuerwehr und Jochen Fleschhut vom Angelsportverein einig.
Eigentlich ist ein 75. Geburtstag Anlass, einmal innezuhalten und die weiteren Jahre in aller Ruhe anzugehen. Nicht jedoch so bei einer Freiwilligen Feuerwehr. "Wir können es uns nicht leisten, uns zurückzulehnen, sondern müssen uns den Aufgaben der Zukunft stellen", sagte Erich Rudolph, Wehrführer und Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Lörzenbach, die mit einem Festkommers am Samstagabend ihr 75-jähriges Bestehen feierte.


Den würdigen Rahmen für das Jubiläum stellte das Parkfest, das die Feuerwehr zusammen mit den drei weiteren Ortsvereinen jedes zweite Jahr ausrichtet. Erich Rudolph dankte dem Sportverein, dem Gesangverein Frohsinn und dem Angelsportverein, dass die Brandschützer ihren Geburtstag beim Parkfest feiern könnten, das zeige, dass die Zusammenarbeit der Vereine in Lörzenbach sehr gut funktioniert.

 

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