Parkfest 2013

Der große Rest der zahlreichen Besucher des Festes verstreute sich im „Süßen Garten“ genannten Park, unter altehrwürdigen Bäumen, Totholz und auf sattem Grün, an den zahlreichen Ständen mit allerlei bewährten, traditionellen und dem Zeitgeist entsprechenden Getränken. Das Parkfest in Lörzenbach, das ohnehin nur alle zwei Jahre stattfindet, ist ein einzigartiger Treffpunkt der Kommunikation für alle Generationen.

 

Und das ist auch ganz nach dem Willen der vier Veranstalter, der Dorfvereine Lörzenbachs, vom SV Grün-Weiß, der Freiwilligen Feuerwehr, vom Gesangverein „Frohsinn“ und vom Angelsportverein: die Musik gerade in der Rocknacht ist ein (angenehmes) Beiwerk. Damit müssen die Musiker leben, auch wenn sie woanders Hallen mit Hunderten von Zuschauern buchstäblich vor Begeisterung auf den Kopf stellen.

 

Die Frontmänner Walter und Torsten, allein äußerlich zeitlos ausgeflippt aufgestellt, ließen sich ihre gute Laune nicht verderben, starteten mit zahlreichen Kapriolen und witzigen Moderationen ihre „Zapp-Tour“ durch alle Genres der Pop-Musik, von Rhythm’n’Blues, Soul, Rock’n’Roll über Disco bis zu Heavy Metal. Dabei offenbaren sie ihre ganze Kreativität im Arrangieren aus über 20 Jahre langer Bühnenerfahrung und dass sie sie damit jeglichen Respekt vor den Originalen längst abgelegt haben. Die Band ist professionell eingespielt, der Sound stimmt und die Musikauswahl ohnehin.

 

Derweil bildeten sich zu später Stunde immer mehr Grüppchen im Park, an den Ständen, an den Biertisch-Garnituren, ganz im Gespräch vertieft, erfreuten sich an der lauen Sommernacht und an ungeahnten Begegnungen mit alten Bekannten. Der voluminöse Sound der kernigen Rockmusik wehte darüber hinaus über das Dörfchen Lörzenbach, bis um zwei Uhr morgens. Dann war verabredungsgemäß Schluss. mk

 

Odenwälder Zeitung

 Lörzenbacher Parkfest: „BestFriends“ sorgen am Samstagabend für tolle Partystimmung / Großer Andrang zur Mittagszeit / Ausklang mit den „Rodensteinern“ auf der erstmals eingerichteten Open-Air-Bühne

 

Generationen feiern im „Süßen Garten“

 

Auf den Gesichtern der Verantwortlichen der Lörzenbacher Ortsvereine zeichnete sich am Sonntagabend ein zufriedenes Lächeln ab. Anlass dafür war der große Zuspruch, auf den das Parkfest gestoßen war. Alleine am Samstagabend strömten rund 1000 Besucher in den Fürther Ortsteil und genossen die idyllische Atmosphäre des von 1000 bunten Lichtern illuminierten „Süßen Garten“.

 

„Das Wetter ist für solch eine Veranstaltung maßgeblich für den Erfolg – und das war an diesem Wochenende hervorragend“, sagte Klaus Emig, bei dem die Fäden der Organisation zusammenliefen. Er war sichtlich erleichtert, nachdem die beiden vergangenen Auflagen des Parkfestes aufgrund anhaltender Regenfälle nicht den Erwartungen entsprachen.

 

Nach dem gelungenen Auftakt mit Cover-Rock aus den drei vergangenen Jahrzehnten mit der „Zap-Gang“ am Freitagabend, lief das Parkfest am Samstag mit einem geselligen Kaffeenachmittag langsam wieder an. Dank zahlreicher Kuchenspenden aus dem Ort konnten die Gäste aus einer Vielzahl von Torten auswählen.

 

Am Samstagabend füllte sich der Süße Garten dann angesichts der sommerlichen Witterung zusehends. Die Besucher hatten in der kleinen Parkanlage mehrere Anlaufstationen. Während im Festzelt die Partyband „BestFriends“ für tolle Stimmung und eine stets gefüllte Tanzbühne sorgten, gab es im Freien rund um den großen Bierwagen kaum mehr ein Durchkommen, so groß war der Andrang. Wer sich einen exotischen Drink gönnen wollte, war im maritim geschmückten Cocktailzelt an der richtigen Adresse, Pina Coladas und Caipirinhas stießen auf eine große Nachfrage, aber auch die alkoholfreien Cocktails fanden großen Absatz. Zu einem lauschigen Plausch konnte man sich zudem am Weinstand treffen, an dem es mundige Tropfen aus der Region, aber auch Apfelwein in allen Variationen gab. Einen großen Andrang verzeichnete auch die Bar, die auch über einen Open-Air-Bereich verfügte. Besucher aller Altersklassen waren vertreten, so dass sich der Abend zu einem Fest der Generationen entwickelte.

 

Im Festzelt stieg derweil das Stimmungsbarometer immer weiter, wofür die Band um die Leader Carsten Best und Andreas Brabandt sorgte. Sie hatten hochkarätige Musikerkollegen mitgebracht, die den Gästen so richtig einheizten. Bis weit nach Mitternacht wurde getanzt, was das Zeug hielt. Wie groß die Begeisterung war, ließ sich daran erkennen, dass die BestFriends erst nach sieben Zugaben die Bühne verlassen durften. „Das war rekordverdächtig“, lachte Brabandt. So wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert.

 

Schon am Sonntagmorgen waren die zahlreichen Helfer der Ortsvereine wieder gefordert, denn es stand der Frühschoppen mit der Original Odenwälder Trachtenkapelle aus Linnenbach auf dem Programm. Bei zünftigen Melodien entwickelte sich schnell eine fröhliche Stimmung. Zum Mittagessen hatte das Küchenteam dann alle Hände voll zu tun, denn die Nachfrage nach den Schnitzeltellern und nach Gegrilltem war groß. So mussten schon bald weitere Speisen nachgeordert werden. Im und vor allem rund um das Festzelt herum war der Park dicht gefüllt und die Besucher genossen die dank der Schatten spendenden Bäume die angenehmen Temperaturen.

 

Spaß für die Kleinen

Derweil herrschte Hochbetrieb in der Luftkissenhüpfburg, in der sich die Kleinen austoben durften. Geschicklichkeit war in einem Spieleparcours gefragt, beispielsweise bei einem Jonglier-Slalomlauf. An einem großen Baum hatte Outdoor-Experte Frank Jakob aus Rimbach seine Kletterschule eingerichtet und bot so dem Nachwuchs die Gelegenheit, sich im Klettern in luftigen Höhen zu versuchen – was natürlich bestens abgesichert war.

 

Ab dem späten Nachmittag gab es dann eine Premiere beim Parkfest. Angesicht des hochsommerlichen Wetters hatten die Lörzenbacher Helfer eine Open-Air-Bühne installiert, die dann von den „Rodensteinern“ bezogen wurde. Die Musiker sorgten mit fröhlichem Alpensound für eine tolle Atmosphäre und bescherten dem Parkfest damit einen gelungenen Ausklang am späten Sonntagabend.

 

Für die Helfer war damit aber noch nicht Schluss, denn am Montag stand der Abbau auf dem Programm. Da aber auch hier noch einmal über 50 Männer und Frauen im Einsatz waren, war der Süße Garten am Abend wie leergeputzt. „Es war wieder einmal ein großes Gemeinschaftswerk“, freute sich Ortsvorsteher Klaus Dörsam über die große Einsatzbereitschaft der Lörzenbacher. Ein buntes Programm sorgte am Sonntagnachmittag dafür, dass es den kleinen Parkfestbesuchern nicht langweilig wurde.jün

 
23.07.2013 Echo Online

Schattiges Plätzchen in einem heißen Sommer

2000 Besucher in Lörzenbach – Hilfe für den vier Jahre alten Julian

 

Einen rockigen Auftakt mit der „Zap Gang“ erlebten die Besucher am Wochenende beim 13. Parkfest in Lörzenbach. Unter dem Festzelt rockte die Heidelberger Band am Freitagabend die Bühne, während zu den Akkorden ausgelassen und – passend zu den hochsommerlichen Temperaturen – bei kühlen Getränken gefeiert wurde. 600 zumeist jugendliche Gäste waren in den „Süßen Garten“ gekommen. Insgesamt waren es am Wochenende 2000 Besucher.

 

Seit 1989 wird das Parkfest zweijährigem Turnus von einer Interessengemeinschaft lokaler Vereine organisiert. Sportverein, Freiwillige Feuerwehr, Männergesangverein „Frohsinn“ und der Angelsportverein boten viele Helfer auf. Im Zuge der Vorbereitungen waren unter anderem das große Festzelt mit Bühne, ein Weinprobe- und ein Cocktailstand für Besucher aufgebaut worden.

 

Eine Besonderheit spiegelte sich in mehreren kegelförmigen Sparbüchsen wider, die an den Ausschankstellen ins Auge fielen. Die Verantwortlichen hatten beschlossen, das Parkfest mit einer Spendenaktion für den kleinen Julian aus Fürth zu verbinden. Der Vierjährige ist von Geburt an körperlich und geistig schwer behindert. Es besteht jedoch mithilfe einer speziellen Delfin-Therapie die Möglichkeit, das Kind auf seinem Lebensweg zu unterstützen. Die Spenden sollen in die Finanzierung dieser Therapie fließen. Ein zusätzlicher menschlicher Aspekt der traditionsreichen Party.

 

„Unsere ursprüngliche Idee bestand ja darin, dass alle Vereine ein gemeinsames Fest auf die Beine stellen sollten“, erzählte Ortsvorsteher und Mitorganisator Klaus Dörsam in einem Gespräch mit dem ECHO. „Außerdem wollten wir unseren Gästen Liveshows mit qualitativ guten Bands bieten, die eher selten in der Region zu sehen sind“. Ihr Ziel haben die Verantwortlichen erreicht.

 

Einen besonderen Reiz bezieht die Sommer-Party durch ihren Standort mitten in der grünen Lunge von Lörzenbach. Der Name „Süßer Garten“ erinnert an den damaligen Forstamtsleiter, der im 19. Jahrhundert einen Großteil des Baumbestandes pflanzte. Darunter befanden sich mehrere Exoten wie der altehrwürdige Mammutbaum, unter dem es sich in einer lauen Sommernacht angenehm bei einem kühlen Getränk verweilen lässt.

 

Bei den heißen Temperaturen spielte sich das Geschehen zumeist unter dem freien Himmel ab. Das war manchmal nicht einfach für die Bands, die im Festzelt auftraten. Dennoch ließen sich viele Besucher, zum Beispiel am Samstagabend, zu den von der Showband „Best Friends“ intonierten Coverhits zu einem Tänzchen überreden.

 

Der Sonntag als Abschlusstag des Parkfestes ist den Familien gewidmet. Eröffnet wurde das Programm mit einem musikalischen Frühschoppen im Festzelt, den die „Original Linnenbacher Trachtenkapelle“ umrahmte.

 

Bei einem „Kindernachmittag“ kamen die kleinen Gäste auf ihre Kosten. Dabei ging es für sie in luftige Höhen: „Kinderklettern“ stand auf dem Programm. Unter der Anleitung von Frank Jakob – und selbstverständlich sicher angeleint – durften sie einen Baum besteigen.Im Laufe des Nachmittags traten die „Rebellentaler“ auf der Bühne auf. Die Band hat sich der Volksmusik verschrieben, die sie „mit viel Schmackes“ – von Power Polka bis Schlager – vortrugen.

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