Parkfest 2015

 

Die Resonanz gibt ihnen Recht. Die Leute finden sich im Park ein, sehen, um gesehen zu werden, plaudern, treffen Freunde, Bekannte und Menschen wieder, die sich schon lange nicht mehr gesehen haben. Das ist Sinn und Zweck der Sache. An Bierstand, vor der Weinschänke, in der Cocktail-Bar und an der Currywurst-Bude bilden sich Menschentrauben.

 

Die Bänke vor dem großen Festzelt sind gut besetzt und im Laufe der mediterranen Nächte füllt sich dann auch das Festzelt vor der Bühne zusehends, gefühlt spätestens um Mitternacht. Vom Programm her werden alle Generationen angesprochen, von der traditionellen Rocknacht zum Start, über Publikumsmagnete bekannter Showbands, den Frühschoppen unter Big-Band-Sound der KKM Fürth bis zur Power-Polka der Original Rebellentaler.

 

Je nach Anlass und Tageszeit ist auch die jeweilige Speise- und Getränkekarte dicht bestückt, bietet zahlreiche Alternativen, von der Kaffee-und-Kuchen-Tafel bis zum kompletten Mittagessen am Sonntag. Wahre Mitarbeiter-Scharen werden unter der Ägide von Ortsvorsteher Klaus Dörsam rekrutiert: Das ganze Dorf hilft mit, insbesondere wenn Lörzenbach just zu diesem Wochenende für die hr-Fernseh-Reihe „Dolles Dorf“ aus der Glückstrommel gezogen wird.

 

Das eigens entworfene und von allen Helfern getragene T-Shirt mit der Grafik von Menschenmassen unter einem Baum und der Aufschrift „Parkfest Lörzenbach“ sorgt darüber hinaus für ein gerüttelt Maß an Gemeinschaftsgefühl für das Dorf und die Veranstaltung.

 

Die Begegnung und das Gespräch im Schatten altehrwürdiger Bäume in der idyllischen Parkanlage stehen obenan. Traditionell haben es da selbst namhafte Bands aus der Umgebung und aus dem gesamten Bundesgebiet schwer, als Starter die Massen ins Festzelt zum Partyfeiern zu locken. Diese Aufgabe gebührte in diesem Jahr der Band Theory of Mind aus Fürth, mit der Sängerin Sina Lannert, dem Schlagzeuger und Sänger Patrick Fischer, dem Gitarristen Johannes Baum, seinem Co Axel Linzmeyer und dem Bassisten Florian Volk.

 

Die Musiker haben sich als Genre den Alternativrock ausgesucht, mit starken Punkrock-Einflüssen. Sie weisen mit „Summer is over“ und „You and I“ aber auch wunderbar eingängige Eigenkompositionen auf und geben in ihren Videos nicht nur der eigenen Ausstrahlung, auch der Ausstrahlung der Heimat, des schönen Odenwaldes, Raum.

 

Gefühlt Mitternacht war es schon, als die Hauptgruppe des Abend, die Good Time Band, die Bühne betrat. Sie wurde ihrem Namen gerecht, verbreitete gute Laune mit ehrlicher, handgemachter Live-Musik und ihrer eigenen Note bei den Covers, mit zwei Frontfrauen und einem Lead-Sänger. Dabei spielten sie die Klaviatur der Hits, Klassiker und Partykracher der letzten 40 Jahre rauf und runter, von einem T-Rex-Medley, über den Blues-Brothers-Klassiker „Sweet Home Chicago“, dem Lynard-Skynard-Song „Sweet Home Alabama“ bis zur Dylan-Hymne „Knockin’ on Heaven’s Door“. mk

 

 

Stimmung im Festzelt kocht förmlich über

Eine wunderschöne, laue Sommernacht, eine idyllische Location und eine Band, die eine spektakuläre Show auf die Bühne brachte - diese Kombination sorgte am Samstag für einen Rekord im „Süßen Garten“. Gut 2000 Menschen strömten in die kleine, an den beiden Bundesstraßen 460 und 38 gelegene Anlage im Fürther Ortsteil Lörzenbach und ließen diesen Parkfest-Abend zu einem außergewöhnlichen Ereignis werden.

 

Die Resonanz des zweiten Parkfest-Abends übertraf damit die kühnsten Erwartungen der Verantwortlichen der vier Ortsvereine, die diesen Event schon seit 1989 alle zwei Jahre gemeinsam ausrichten. Für die Helfer hinter den Theken und in der Küche war Schwerstarbeit angesagt angesichts des riesengroßen Andrangs - und diese wurde bestens gemeistert, denn trotz der unerwartet großen Besucherzahl gab es keine Wartezeiten.

 

Als dann die Band des Abends, „Barbed Wire“ loslegte, wurde schnell klar, warum sie längst der Top-Act in Sachen Cover-Rock in ganz Süddeutschland ist. Sofort nahmen die Musiker um Sängerin Ines und ihre beiden männlichen Pendants Chris und Frank das Publikum mit auf die Reise durch die aktuellen Chartbreaker, aber auch durch Hits aus den vergangenen Jahrzehnten. Der Funke sprang schnell über und die Fans im voll besetzten Festzelt gingen von Beginn an begeistert mit.

 

Doch nicht nur im Festzelt wurde gefeiert, die Besucher verteilten sich auf dem ganzen Parkareal. So herrschte in der Cocktail-Bar, die erstmals mit einer Lounge zum Relaxen erweitert worden war, ebenso Hochbetrieb wie an den Bier- und Weinständen, die rund um das Festzelt angesiedelt worden waren. Der Andrang war so groß, dass die Vorräte ständig aufgefüllt werden mussten. So mussten beispielsweise im Halbstundentakt Grillsachen nachgeliefert werden und die Zapfhähne standen phasenweise keine Sekunde still.

 

Während im, von 1000 Lichtern in einen romantischen Schein gesetzten, Außenbereich die Geselligkeit gepflegt wurde, stieg im Festzelt die Stimmung stetig an. Schon weit vor Mitternacht gab es im vorderen Bereich kaum mehr ein Durchkommen und bei Klassikern wie „Another Brick In The wall“, Ausflügen in die Zeit der Neuen Deutschen Welle mit Hits von Nena oder aktuellen Topsellern wie Andreas Bouranis „Ein Hoch auf uns“ kochte die Stimmung förmlich über. Bei den Verantwortlichen hatte sich zu dieser Zeit schon längst ein großes Gefühl der Zufriedenheit breit gemacht. So würdigte Chef-Organisator Klaus Emig den Einsatz der vielen Helfer, die nicht nur an diesem Abend Hand in Hand zusammengearbeitetet und ein großes Gemeinschaftswerk geleistet hatten. jün

 

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